Lange Zeit haben wir gezögert, nach Papua Neuguinea (PNG) zu reisen. Bilder von Furcht einflössenden Wilden, Geschichten über Kopfjäger und Halsketten mit menschlichen Fingern hielten uns ab - doch weit gefehlt: wir lernten liebenswerte Leute kennen, die nur darauf warten, uns ihre Kultur zu zeigen. Noch nie zuvor haben wir Menschen getroffen, die so sehr in Eintracht mit der Natur leben wie die Papuas. Vor allem die Leute im Hochland, die Hulis im Tarital, haben es uns angetan. Wer nur  zum Tauchen nach PNG reist, ist selber schuld: er weiss gar nicht, was es in diesem faszinierenden Land sonst noch alles zu sehen und zu erleben gibt. Vielleicht hat es hier noch die letzten "weissen"  Flecken unseres Planeten, die auf ihre Entdeckung warten... Wir verbrachten im Okt./Nov. 2002 zuerst 11 Tage auf der bestens eingerichteten M.V. Chertan, die uns in die Milne Bay im Südosten von PNG führte. Dort gibt es in erster Linie Makro-Sujets zu bestaunen. Endlich fanden wir ihn, den lang ersehnten Mimic-Octopus. Die Riffe sind sehr gut erhalten und weisen eine Artenvielfalt auf, wie man sie leider andernorts vermisst. Eines steht schon heute fest: wir kommen zurück nach PNG!